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Wolfskehler Spiele bei FUPA TV

Seit Mai 2017 übertragen wir die Spiele unserer aktiven Mannschaften bei FUPA TV. Auf vielfachen Wunsch folgt hier der Link zur entsprechenden Seite im Internet:

www.fupa.net/gross-gerau

Am rechten Bildschirmrand dieser Internetseite kann unter der Überschrift "FUPA.TV SPIELE" und dem entsprechenden Datum das jeweils aktuelle Spiel ausgewählt und die Highlights angesehen werden.

Erste Mannschaft: Zurück auf Platz 2

In einer Begegnung zweier ersatzgeschwächter Teams ist der ersten Mannschaft des TSV 03 durch einen verdienten 2:1 (1:1) Erfolg beim SC Astheim der Sprung zurück auf Platz 2 der Kreisliga A gelungen. Die Elf von Vertretungstrainer Ingo Röder profitierte dabei von den überraschenden Niederlagen sämtlicher Mitkonkurrenten mit Ausnahme des souveränen Tabellenführers RW Walldorf II. In Astheim geriet der TSV früh durch einen vollkommen unnötigen Freistoß von der rechten Strafraumseite in Rückstand, der sich über Jonas Kursch in den langen Winkel senkte. Zuvor hatte unsere Mannschaft bereits zwei gute Gelegenheiten vergeben, im weiteren Spielverlauf sollten zehn weitere Schusschancen frei vor dem Astheimer Keeper folgen, die sämtlich erfolglos blieben. Astheim hingegen blieb trotz allen Bemühens harmlos. Ein weiterer Freistoß Mitte der ersten Hälfte, der zentral in den Armen Jonas Kurschs landete, blieb die letzte Annäherung an das Wolfskehler Gehäuse. Doch trotz des Chancenüberflusses benötigte der TSV ebenfalls zwei Standards, um zu seinen Treffern zu kommen. Im ersten Durchgang flankte Kevin Wolf nach einer schnell ausgeführten Ecke in den Strafraum, wo Falko Müller den Ball per Kopf über die Linie beförderte. Und nach der Pause traf Nils Peter per Volleyschuss zum Sieg, nachdem Tobias Keim einen Einwurf Kai Riesles verlängert hatte. Davor und danach hätte unsere Mannschaft ihren Anhang und das Geschehen durchaus frühzeitig beruhigen können; so blieb es aufgrund der Abschlussschwäche bis zum Ende spannend.

Es spielten: Jonas Kursch, Kevin Reinke (Simon Spengler), Falko Müller, Falco Eberling, Timo Epple, Tobias Keim, Richard Kursch, Kevin Wolf, Falk Samstag, Nelmin Imamovic (Kai Riesle) und Nils Peter (Patrick Harnischfeger).

Zweite Mannschaft: Auftakt verpennt

Die stark ersatzgeschwächte zweite Mannschaft verpennte beim TV Haßloch die Anfangsphase, lag nach sieben Minuten mit 0:2 hinten und musste am Ende eine unnötige 1:3 (1:2) Niederlage quittieren. Das Team von Orkun Erdinc muss nun den Blick wieder verstärkt nach hinten richten und wird bestrebt sein, bis zur Winterpause noch den einen oder anderen Punkt einzusammeln. Nach dem verkorksten Auftakt spielte man in Haßloch ordentliich mit und kam durch Hicham Mejdoule nach einer Ecke zum Anschluss. Fast hätte Yannick Jung nach der Pause den Ausgleich markiert, doch sein Distanzschuss prallte vom Innenpfosten ins Feld zurück. So konterten die Gastgeber den TSV in der Schlussminute zum Endstand aus.

Es spielten: Alex Dörr, Dominic Nusser, Yannick Jung, Malte Tschöpe, Hicham Mejdoule, Chris Peter, Tibor Tschöpe (Christian Kummer), Martin Czarnecki (Kevin Dewit/Simon Funke), Thomas Wilfer, Gerrit Jost und Torben Hammann.

Dritte Mannschaft: Kleinböhl hält den Punkt fest

Mit der wohl besten Saisonleistung konnte man am Samstag Abend mit dem 1:1 (1:0) dem Aufstiegsanwärter aus Königstädten ein Bein stellen. Die Gäste aus Königstädten reisten mit nur einer Niederlage, einem Unentschieden und mit 80 geschossenen Toren in 12 Spielen mit der bestem Sturm der Liga an im festen Glauben auch an der Sandkaute die vollen 3 Punkte mit nach Hause zu nehmen. Doch die Wolfskehler Mannschaft stemmte sich hier von der ersten Minute an dagegen. Ein schwere Unterfangen, was sich bereits in Minute 2 zeigte, als Kleinböhl den ersten Freistoß entschärfen musste. In der folgte fand sich die Mannschaft aber immer besser und erfreute durch eine kämpferische Defensivleistung sowie brandgefährlichen Konter. Sowohl Pal als auch Jünger vor dem Torwart, Barthelmes gar an der Latte. Schließlich befreite sich Shafe Pal mit einem beherzten Antritt von seinen Gegnern und schloss eiskalt zum mittlerweile verdienten 1:0 für den TSV ab. Die Führung wurde in die Pause verteidigt, auch hier half einmal das Aluminium nach Fernschuss. Nach der Pause drehte die Mannschaft aus Königstädten noch einmal auf und erhöhte den Druck, wusste dabei aber auch spielerisch zu überzeugen. Das positive aus Wolfskehler Sicht war, dass sich Königstädten zu oft aus der Ferne versuchte - TSV Keeper Kleinböhl war an diesem Tag so nicht zu bezwingen. Nach Verwirrung an der Außenlinie schaltete der Gast schnell, flankte in die Mitte, wo der Mittelstürmer frei einköpfen konnte (60.). Der Ausgleich zwar ärgerlich , jedoch durchaus verdient. Man konnte nicht mehr für so viel Entlastung wie in Hälfte Eins sorgen und die Abwehr war mit den pfeilschnellen Gegner ständig unter Druck. Trotzdem hatte man die Chancen zur erneuten Führung als Jünger im Nachschuss an der Latte scheiterte und Schmidt freistehend aus kurzer Distanz nur knapp scheiterte.

Dramatik dann in der Schlussphase: Nach einem Schubser im 16er blieb der Schiedsrichter seiner kleinlichen Linie treu und entschied auf Strafstoß für Königstädten in der 85. Minute. Doch ein Wolfskehler hatte einen besonders guten Tag erwischt. Nachdem Kleinböhl bereits 5-6 Mal ausgezeichnet reagierte, hielt er auch den fälligen Strafstoß. Verzweifeltes Anrennen der Königstädter half nichts mehr, der Punktgewinn der Wolfskehler war verdient und gesichert.

Es spielten: Kleinböhl - Maqsood, F. Pal, Kurath, Hlanguo - Schmidt, Wicher, Abdelkerim - Jünger, Barthelmes, S. Pal - Ehlhardt, Dewit, Mahr, Breitwieser.

 

Riedstadtmeister 2017! Die erste Mannschaft in den neuen Ausweichtrikots, wieder zur Verfügung gestellt von Andreas Harnischfeger vom Autohaus Brass in Pfungstadt.

AH-Wanderung 2017: Bier und mehr in Bamberg

Nachdem in den vergangenen beiden Jahren das oft vergebliche Streben nach innerer Befeuchtung die Wanderungen der Altherrenfußballer dominierte und ein gewisser Hang zur Askese gefordert war, wollte man im Jahr 2017 einen neuen Selbstversuch mit geradezu konträrer Ausrichtung starten. Dazu hatte sich die im letzten Jahr unfreiwillig "Jako Brass" getaufte Wandergruppe Mittelfranken ausgesucht. Eine Gegend, deren Schönheit nicht nur in der reizvollen Landschaft, sondern auch in der hohen Brauereidichte liegt. Mal schauen, wie es um die Moral der Truppe steht, wenn die Verlockung stets in greifbarer Nähe ist, war die Devise. Verschärfend hatte man sich erstmals ein kleines Teufelchen als Mitreisenden gegönnt, das immer bereit war, ein Stück Weg für ein schnelles Helles zu opfern. Die Anreise nach Mittelfranken verlief so unspektakulär wie trocken, der brütend heiße Tag weckte in dem einen oder anderen wohl unschöne Erinnerungen an die Strapazen der Odenwaldhölle. Trotzdem wollte man sich in Bamberg vor der ersten Etappe noch eine Erfrischung gönnen, stieß aber bei Spezial-Bräu auf taube Ohren und reservierte Bänke, was - es war schließlich Fronleichnam - wohl auch mit der falschen Konfession zu tun hatte. Im gegenüberliegenden Fässla zeigte man sich aufgeschlossener und bald hatte man die erste Erfrischung zu sich genommen. Nun ging es mit dem Bus hinaus nach Memmelsdorf, wo das Fremdenverkehrsamt einen Marathon in doppeltem Sinne offerierte. Tour Nummer 20 bietet laut Prospekt "Idylle, Bier und Braukunst". Übersetzt bedeutet dies 13 (dreizehn) Brauereien auf 31 (einunddreißig) Kilometern. Logisch, dass diese Etappe nur in einer Ansiedlung namens Strullendorf enden kann. Dem gesunden Menschenverstand folgend verkürzte man die Tortur schon während der Planungsphase auf zwölf Kilometer und fünf Brauereien. Auf den ersten hundert Metern hinter der Bushaltestelle im Zentrum von Memmelsdorf lagen mit den "Drei Kronen" und "Höhn" gleich die beiden ersten attraktiven Angebote fränkischer Lebensart und die wenigen Besonnenen der Gruppe hatten angesichts der vom Himmel lachenden sieben Sonnen Mühe, Teufelchen und inneren Schweinhund daran vorbei zu lotsen. Schließlich war ja noch nichts geschafft, die Moral noch intakt. Das änderte sich auf den folgenden Kilometern durch blühende Felder bei gleißendem Licht und enormer Hitze. Die nächste Zapfstelle in Merkendorf wurde förmlich gestürmt und diese konnte - das Teufelchen lässt grüßen - natürlich nur "Wagner" heißen. Selbst der disziplinierteste Wandersmann musste zugeben, dass der dort vorgefundene Biergarten ein wahrhaft paradiesischer Ort ist und im Hinblick auf Ambiente, Angebot und Preisgestaltung keine Wünsche offen lässt. Der halbe Liter zu zwei Euro zehn - das war wie einst in Berlin bei der indischen "häbbi Auer ganse Nachd". Nur ungern löste man sich von diesem Idyll und dem am Nachmittag offerierten Kuchen- und Tortenbüfett, ließ von Seiten der Reiseleitung die zweite ortsansässige Brauerei "Höhn" besser unerwähnt und begab sich auf die zweite Schleife vorbei an Drosendorf. Dort passierte man eine Schankstube mit dem wenig einladenden Namen "Go(e)ller" und landete schließlich doch noch in den eingangs bereits erwähnten Etablissements in Memmelsdorf, wo die Zeit bis zur Rückfahrt des Busses erfolgreich überbrückt werden konnte. Schon jetzt hatte man an einem Nachmittag mehr unterschiedliche Biersorten gekostet, als je in der Zellerei angeboten wurden. Zwei weitere (St. Georgenbräu zum Abendessen im Kachelofen und Klosterbräu zum Abschluss) wurden es im Verlauf eines ruhigen Abends in der wunderschönen Bamberger Altstadt noch und zeitig zog man sich in die jeweils zu zweit zu belegenden Hotelzimmer zurück, die in einem durchschnittlichen Wolfskehler Bauernhaus ob ihrer Größe wohl kaum über den Status eines Wandschranks oder einer Speisekammer hinaus gekommen wären. 24.000 Schritte zeigte die Uhr vor dem Schlafengehen für diesen Tag, das war schon ganz ordentlich. Da ahnte allerdings noch niemand, dass es am nächsten Tag fast doppelt so viele, nämlich rund 46.000 Schritte werden sollten. Es hätte wohl auch Mord und Totschlag gegeben. So startete man frohen Mutes am frühen Freitagmorgen mit der Bahn nach Ebelsbach-Eltmann und enterte von dort die neunte Etappe des Steigerwald-Panoramawegs, die über 25 Kilometer zurück nach Bamberg führen sollte. Bei perfekten klimatischen Rahmenbedingungen kam man bis zur Mittagsrast in Roßstadt zügig voran und erfreute sich der tollen Aussicht hinunter in die Mainebene und auf die in der Ferne liegenden Türme von Kloster Michelsberg in Bamberg. Beim dem Mittagsmahl folgenden Aufstieg ließ man sich aber zu einem Schwenk auf den regionalen Pfad der Menschenrechte verleiten und hatte den Panoramaweg auf Nimmerwiedersehen verloren. Das hatte zur Folge, dass man bald wieder an Höhe einbüßte und ab Viereth zurück nach Bamberg in den Flussauen entlang von Main und Regnitz unterwegs war. Auch schön, aber deutlich weiter als geplant. Daran änderte auch ein ungefragt auskunftsfreudiger Passant nichts, der für die letzten sechs Kilometer "etliche Kilometer" Abkürzung verhieß, sollte man seiner Weisung folgen. Die verbalen Auszeichnungen, mit denen er am Ende der "Abkürzung" in Abwesenheit geehrt wurde, bleiben hier unerwähnt. Und weil am Abend noch einmal ein 1,5 km langer Fußmarsch zum Biergarten der Traditionsbrauerei Mahr anstand, hatte das Teufelchen am späten Freitag endgültig gewonnen. Mahr indes wurde seinem Ruf gerecht, bot leckeres Essen und ausgezeichnetes Bier. Am Samstag jedoch fanden sich nur noch drei Unentwegte bereit, die Tour der Bamberger Sehenswürdigkeiten via Rathaus und Michelsberg zur Altenburg mit ihren grandiosen Aussichten und weiteren 24.000 Schritten auf sich zu nehmen. Der Rest ließ den Ausflug nach den Strapazen des Vortags verständlicherweise locker ausklingen. Am Nachmittag traf man sich zum Essen im Biergarten Greifenklau, testete das unvergleichliche Schlenkerla und begab sich sich nach einem Abschlusstrunk dort wo alles begann (im Fässla) wieder auf die Heimreise. Unterwegs verdiente man sich quasi im Schlaf durch eine zweistündige Verspätung der Bahn die Hälfte der Fahrtkosten und kehrte wohlbehalten am späten Abend nach Wolfskehlen, Hanau und Günterfürst zurück.

Fazit 2016/17

Eine ereignisreiche Saison 2016/17 ist zu Ende gegangen, für die erste Mannschaft war es Jahr 1 nach dem Abenteuer Kreisoberliga. Nach dem Abschied etlicher Leistungsträger in den beiden letzten Jahren hatte man mit Uli Höllenriegel einen jungen, ambitionierten Trainer verpflichtet und sich den Neuaufbau auf die Fahne geschrieben. Plus minus Platz 5 lautete die Zielsetzung zu Beginn der Spielzeit. Was man zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, war, dass man dabei kaum auf die verbliebenen Korsettstangen zurückgreifen konnte. Viele Leistungsträger der Vorjahre hatten mit Verletzungsproblemen zu kämpfen und so kamen eigentlich unverzichtbare Kicker wie Timo Epple (8 Einsätze), Pascal Maier (8), Kevin Reinke (10), Fabian Winter (12) oder Kevin Wolf (12) nur zu überschaubaren Anzahlen von Spielen. Andreas Krichbaum (6 Spiele) verabschiedete sich im Herbst berufsbedingt komplett und Stefan Spengler spielte überhaupt nicht. Selbst Kai Riesle hatte bei seinen 21 Einsätzen eine Reihe verletzungsbedingter Kurzauftritte, schoss bei diesen aber 11 Tore und bereitete bestimmt genauso viele vor. So blieben mit den Brüdern Kursch, Yannick Jung, Patrick Harnischfeger Falko Müller und Malte Tschöpe gerade mal eine Handvoll Kicker übrig, die in Wolfskehlen mit Mitte 20 schon als Routiniers bezeichnet werden müssen.Um sie herum gruppierte Höllenriegel mit Erfolg eine Reihe blutjunger Nachwuchskräfte, denen es nicht nur gelang, die vorhandenen Lücken zu schließen, sondern nachhaltig auf sich aufmerksam zu machen. Allen voran die beiden Innenverteidiger Tobias Keim und Falco Eberling, die eine herausragende Runde spielten und dafür sorgten, dass die Defensivprobleme der letzten Jahre ad acta gelegt werden konnten. Davor etablierten sich Chris Peter, Falk Breunig und Simon Spengler, die aus dem zweiten Glied nachgerückt waren und vorne sorgte Hendrick Brodhecker vor allem in der Vorrunde als treffsicherer Torjäger mit 13 Treffern für Furore. Als es gegen Ende der Saison personell immer enger wurde, sprangen die A-Junioren Moritz Knoche und Nils Peter in die Bresche, wobei Peter bei seinen 19 Einsätzen 9 Treffer gelangen. So konnte man quasi bis zum vorletzten Spieltag um den Aufstieg mitspielen und landete mit 66:39 Toren und 55 Punkten exakt auf dem angestrebten fünften Tabellenplatz. Dieser spiegelt ziemlich genau das Leistungsbild der Mannschaft wider, holte sie doch gegen die vier oben stehenden Teams aus acht Spielen lediglich einen Sieg und drei Unentschieden und damit für einen Spitzenplatz zu wenig Punkte. Dabei belegte man sowohl in der Hinrunden- als auch in der Rückrundentabelle mit 28 bzw. 27 Punkten jeweils Platz 4. Kassierte man in der Hinrunde noch die eine oder andere deutliche Pleite (0:4 bei Italia Groß-Gerau, 0:3 in Walldorf), verlor man in der zweiten Saisonhälfte nur noch beim Meister VfR Rüsselsheim (1:2) und gegen die SKV Büttelborn II (3:4), Allerdings spielte man in dieser Phase einfach zu oft Unentschieden, um ernsthaft in den Aufstiegskampf eingreifen zu können. Verbesserungswürdig ist die durchschnittliche Heimbilanz mit lediglich 26 Punkten, während man auswärts zusammen mit dem VfR Rüsselsheim die meisten Zähler (29) einfuhr. Die argen personellen Probleme werden auch dadurch verdeutlicht, dass kein Spieler in allen Begegnungen dabei sein konnte. Torhüter Jonas Kursch (29 Einsätze) fehlte nur einmal, dann klafft aber bereits eine Lücke zu seinem Bruder Richard, dem Innenverteidigerpaar Keim/Eberling (alle 27) und Patrick Harnischfeger (26). Die meisten Tore schossen Hendrick Brodhecker (13) und Kai Riesle (11), gefolgt von Nils Peter (9).

Als die zweite Mannschaft wenige Spieltage vor Saisonende beim Abstiegskonkurrenten SKG Walldorf in der 94. Spielminute den 1:1 Ausgleich kassierte, schien das das unrühmliche Ende einer verkorksten Saison einzuläuten. Die personellen Probleme der ersten Garnitur waren massiv zum Team von Ferenc Radics durchgeschlagen und hatten dazu geführt, dass man am Ende der Hinrunde mit lediglich 7 Zählern abgeschlagen das Tabellenende der Kreisliga B zierte. Als problematisch erwies sich zum einen, dass man einen Teil des Stammpersonals der Vorjahre nach oben abgegeben hatte und auf andere verletzungs- und berufsbedingt nicht mehr zugreifen konnte; zum anderen konnten Leistungsträger vor allem in der Offensive nicht an die Form der Vergangenheit anknüpfen. So fehlten der blutjungen Truppe häufig die Führungskräfte. Das änderte sich erst mit Beginn der Rückrunde, als es schon fast zu spät war. Mit dem Wiedereinstieg von Bastian Bopp und Christian Kummer, der Reaktivierung von Tim Jünger und Christoph Schaffner sowie der Rekrutierung der Brüder Fateh und Shafe Pal bekam die Mannschaft wieder ein solides Grundgerüst. Ergebnis war eine tolle Aufholjagd, die in der Rückrundentabelle auf Platz 7 führte, insgesamt aber nicht ganz ausreichte, um sich einen direkten Nichtabstiegsplatz zu sichern. 29 Punkte standen am Ende auf der Habenseite. Das hätte in den Vorjahren locker gereicht, diesmal bedeuteten sie punktgleich mit dem SV Klein-Gerau und nur einen Zähler hinter Eintracht Rüsselsheim den Abstiegsrelegationsplatz. Nun schien es sich zu rächen, dass man die Rückrundenpartie gegen Klein-Gerau nach Führung noch mit 2:3 verloren hatte und im Hinspiel kurzfristig nicht in Rüsselsheim antreten konnte, weshalb man auch das Rückspiel auswärts bestreiten musste. Doch in der Relegation zeigte man sich - obschon personell wieder einmal schmalbrüstig besetzt - vor allem taktisch von der besten Seite und setzte sich völlig überraschend gegen die haushoch favorisierte zweite Mannschaft von Concordia Gernsheim durch. Nach einem 1:1 im Hinspiel gelang durch Tim Hammanns Kopfballtor ein 1:0 Sieg am Rhein, der den Klassenerhalt sicherte. Den Treffer im Hinspiel hatte Paul Arnold erzielt, der in Darmstadt studierte und sich bei der dritten Mannschaft lediglich etwas fit halten wollte. Während der Relegation kam er zu seinen beiden einzigen Einsätzen in der zweiten Garnitur und hatte ebenso entscheidenden Anteil am erfolgreichen Saisonausklang wie Alte Herren-Keeper Ralf Engeroff, der gegen Gernsheim den verreisten Stammtorhüter Jens Kaltenmorgen ersetzte und auch ohne Training als solider Rückhalt glänzte. So darf sich die zweite Mannschaft auf ein weiteres Jahr in der Kreisliga B neben Traditionsteams wie dem FC Leeheim, dem TV Crumstadt oder dem SV Klein-Gerau freuen. Das personelle Dilemma der Saison veranschaulichen insgesamt 46 eingesetzte Spieler. Die meisten Partien bestritt Simon Funke (27), vor Gerrit Jost, Jens Kaltenmorgen und Dominic Nusser (26). Wie wichtig Shafe Pal für das Team war, zeigen seine 11 Tore in 13 Spielen, mit denen er Torschützenkönig wurde. Mit deutlichem Abstand folgte Nelmin Imamovic (6), der vor allem zum Rundenende einige wichtige Treffer erzielte.

Die dritte Mannschaft spielte eine ruhige Saison, kämpfte sich nach durchwachsenem Saisonstart ins Mittelfeld der Kreisliga D vor und biss sich irgendwann auf Platz 7 fest. Diesen belegte das Team von Christian Ehlhardt mit 72:68 Toren und 46 Punkten auch in der Abschlusstabelle. Dazu trugen 22 Punkte in der Vor- und 24 Punkte in der Rückrunde bei. Auch bei der Dritten ist die Heimbilanz mit 24 Punkten verbesserungswürdig.. Erstaunlich gegenüber den Vorjahren ist die hohe Anzahl erzielter Treffer, allerdings hat man nicht zuletzt durch die langfristigen Verletzungen der beiden Innenverteidiger Patrick Kurath und Uli Krumb auch deutlich mehr als zuvor kassiert. Mit Abstand bester Schütze war auch hier Shafe Pal mit 12 Toren in nur 9 Spielen. Es folgen 23 (!) weitere Torschützen von den Spielertrainer Ehlhardt mit sechs Toren Pal am nächsten kam, gefolgt von Paul Arnold, Dominic Hammann und Patrick Henninger (je 5). 56 Spieler setzte die dritte Mannschaft ein, von denen unverwüstliche Routinier Jeffrey Hlanguyo mit 24 die meisten bestritt. Auch hier folgt Christian Ehlhardt mit 20 Einsätzen.

Insgesamt setzte der TSV in seinen drei aktiven Mannschaft 90 Spieler ein, eine stolze Zahl für unseren kleinen Verein. Bemerkenswert ist auch, dass alle drei Mannschaften jeweils den dritten Platz in den Fairnesstabellen ihrer Klassen belegen. Überhaupt widerlegt das komplette Ried vor allem in der Fairnesstabelle der Kreisliga A das rüpelhafte Bild, das man in der einzigen noch existenten Tageszeitung unserer Region gerne von den Südkreismannschaften zeichnet: die fünf fairsten Teams dieser Klasse heißen (in dieser Reihenfolge) SKG Stockstadt, TSV Goddelau, TSV Wolfskehlen, FC Leeheim und SG Dornheim.

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