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Berichte 2011

Gasshuku 2011 in Herford (NRW)

Das Gasshuku fand dieses Jahr vom 01.08. bis 05.08.2011 zum ersten Mal in Herford, in der Nähe von Bielefeld statt. Etwa 800 aktive Karatekas aus der ganzen Welt fanden den Weg in die ruhige Kreisstadt, die eine Woche lang Austragungsort eines der größten Karate-Events sein durfte.

Was bedeutet eigentlich Gasshuku?

Gasshuku heißt, "hartes Trainingslager".

Gasshuku heißt, die eigenen Grenzen ausloten.

Gasshuku heißt, täglich vier Stunden Training bei international hochkarätigen Senseis (Meistern) und Shihans (Großmeistern).

Gasshuku heißt, morgens um 5:30 Uhr Weckerklingeln und um 7:00 Uhr trainingsbereit in der Halle stehen.

Gasshuku heißt, schwitzen und Karate erleben.

Gasshuku heißt, nette Menschen aus der ganzen Welt kennenlernen und wieder treffen.

Gasshuku heißt, jede Menge Eindrücke und neue Erfahrungen.

Gasshuku heißt, Motivation und Gemeinschaftserlebnis.

Das Gasshuku steht für vieles und ist für Karatekas DAS Ereignis schlechthin. Kaum verwunderlich, dass wir auch in diesem Jahr wieder mit einer großen Gruppe - bestehend aus nahezu allen Graduierungen - nach Herford anreisten, um das Gasshuku zu erleben.

Was uns in Herford erwartete

In diesem Jahr konnte Shihan Ochi Hideo, Chief-Instructor des DJKB (Deutsch-JKA-Karate-Verband) und der JKA-Europe wieder viele hervorragende Trainer mit Rang und Namen gewinnen. Das "Who-is-Who" des Shotokan Karates gab sich in Herford die Hand und so kamen wir in den Genuss bei folgenden Meistern und Großmeistern lernen zu dürfen:

  • Shihan Katsunori Tsuyama, JKA-Instructor aus Japan und Lehrer von Ochi-Sensei. Tsuyama ist 75 Jahre alt, noch überaus beweglich. Aus ihm spricht die Erfahrung vieler Jahre Karatepraxis.

  • Shihan Hideo Yamamoto, JKA-Instructor aus Japan. Ein Kampfpaket, der das letzte aus uns herausholte.

  • Shihan Koichi Sugimura, JKA-Instructor aus der Schweiz, der uns mit seiner Weisheit und seiner Beweglichkeit beeindruckte, die er sich mit über 70 Jahren erhalten hat.

  • Sensei Shinji Akita, Meister der Kihon-Technik, der mit hervorragender Körpersprache und Trainingsmethoden in der Lage ist, das kleinste Detail der Technik verständlich zu zeigen.

  • Sensei Hanskarl Rotzinger, 72 Jahre alt, Träger des Bundesverdienstkreuzes und einer der ersten der 1958 damit begann in Deutschland Karate zu praktizieren. Auf ihn gehen die Gründung mehrerer Dojos der ersten Stunde zurück und er gehört zu den Gründungsmitgliedern des DKB, dem ersten Deutschen Karate Verband. Er brachte uns seine Lehre von Frieden und Harmonie näher.

  • Sensei Risto Kiiskilä, der Finne in Deutschland. Als erfolgreicher Wettkämpfer, zeigte er uns, wie wir unsere Beweglichkeit und Flexibilität erhöhen können.

  • Sensei Toribio Osterkamp, erfolgreicher Kader Athlet, der viele nationale und internationale Titel und Siege sein Eigen nennen darf. Er zeigte uns exaktes Kihon, fordert die volle Leistungsbereitschaft und Einhaltung der Etikette und lebt es vor.

  • Sensei Julian Chees, philippinischer Abstammung und ein international überaus erfolgreicher Karateka. Er bringt die Kata und das Kihon mit seinen Bunkais und Partnerübungen zum Leben.

  • Last but not Least Shihan Hideo Ochi. 71 Jahre alt und die Seele des traditionellen Shotokan Karates in Deutschland. Ochi Sensei ist Träger des Bundesverdienstkreuzes und begeistert Alt und Jung. Er ist der Gründer des größten Shotokan Karate-Verbandes außerhalb Japans (dem DJKB mit ca. 20.000 Mitgliedern) und eine Legende, bei der zu trainieren immer wieder eine große Ehre ist.

Und wer war dabei?

Unsere Gruppe, die in den Genuss all dieser hervorragenden Trainer kam, begrüßte auch Gäste aus den Dojos Groß-Umstadt und Viernheim und zählte stolze 42 Personen.

Für die Unterbringung konnten wir das 600 Jahre alte Gutsgebäude Bustedt buchen. Die einfache Unterbringung mit viel Charme in einer nahezu unberührten Natur sorgte nach dem Training für den notwendigen Raum zum Entspannen und gemeinsamen Plauschen. Nicht nur für die Kids hatte Bustedt viel zu bieten. Neben dem Streichelzoo waren im Inneren des alten Gutsgebäudes, das von einem Wassergraben umgeben war, jede Menge Kleingetier, Fische und Amphibien in Biotopen und Aquarien zu beobachten.

Im großzügigen Innenhof richteten wir am Mittwochabend eine große Grillparty aus. Nicht mal das abendliche Gewitter konnte uns die Partylaune verderben. Kurzer Hand verlegten wir unsere Feier in einen kleinen Nebenbau des Gutshofs und ließen es uns gut gehen.

An dieser Stelle möchte ich mich bei den Mitarbeitern des Guts Bustedt bedanken. Der überaus angenehme und freundliche Umgang sowie die hohe Flexibilität waren eine Freude. Ein Besuch auf dem Gut Bustedt ist ein Erlebnis, dass ich sehr empfehlen möchte.

Danke auch an die Dojo Mitglieder von Groß-Umstadt und Viernheim und unsere eigenen Leute. Wie immer hat sich jeder mit eingebracht und Sorge für alle mit getragen. Es wurde nichts liegen gelassen und alles weggeräumt und das ohne, dass man das extra sagen oder organisieren musste. Ein großes Lob an alle Teilnehmer.

Viel zu schnell ging die Woche Gasshuku vorbei und es bleibt nur zu sagen: Wieder mal ein gelungenes Karate-Event und auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr. Wolfskehlen wird auf jeden Fall zahlreich vertreten sein.

Was bringt das nächste Jahr

Das Gasshuku 2012 wird in Konstanz vom 30.07. bis zum 03.08. stattfinden. Infos dazu wird es bald auf unserer Homepage geben.

Wer dabei sein will, sollte sich frühzeitig anmelden, da wir vermutlich nur ein begrenztes Kontingent an Betten bieten können.

Oss
Simone

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Haupteingang Gut Bustedt

Wassergraben Gut Bustedt

Eindrücke Gut Bustedt

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