Am 26.11. fand im 1. Viernheimer Karate Dojo ein Kumite Lehrgang mit dem national und international erfolgreichen Trainer Detlef Krüger statt. Bei einem speziellen Kumite-Lehrgang weiß man nie so genau, was einen erwartet z.B. ob man in einem Stück wieder nach Hause kommt. Diese Sorge erwies sich jedoch als völlig unbegründet, denn unkontrolliert umhergeschlagen oder -getreten wurde nicht. Im Gegenteil: Die Übungen verlangten den Teilnehmern sehr viel Konzentration ab.
In der ersten Einheit
... ging es darum, verschiedene Distanzen zum Gegner zu erkennen und entsprechend zu handeln. Dabei ging es zunächst um die nahe Distanz, die mittlere Distanz und die weite Distanz. Hierbei galt es nach einem Angriff mit Suri-Ashi und Gyaku-Zuki durch verschiedene Schritte die unterschiedlichen Distanzen herzustellen und dann einen jeweils passenden Gegenangriff durchzuführen. Der Angreifer blieb dabei nach seinem Angriff immer stehen. Der Verteidiger bestimmte also die Distanz. Anschließend wurde der Spieß umgedreht. Nun sollte der Verteidiger nach dem Angriff stehen bleiben und der Angreifer nach seinem Angriff durch verschiedene Schritte entweder die nahe, mittlere oder weite Distanz einnehmen. So musste also der Verteidiger darauf reagieren.
In der zweiten Einheit
... sollte die Reaktion geschult werden. Zu Einstieg führten wir mehrmals das Jiyu-Ippon-Kumite durch. Danach gingen wir zum Okuri-Jiyu-Ippon-Kumite über. Hierbei war zunächst der erste Angriff vorgegeben und der zweite Angriff frei. So musste der Angreifer auf die erste Abwehr des Verteidigers reagieren und anschließend eine passende Folgetechnik machen. Danach wurde erneut die Reihenfolge gewechselt. Jetzt war der erste Angriff frei und der zweite vorgeschrieben. Beide Formen verlangten natürlich auch dem Verteiger einiges an Konzentration und Reaktionsvermögen ab, da es schwierig war eine unbekannte Technik schnell und sicher zu blocken.
Fazit
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass dieser Lehrgang sehr interessant war und vieles an Kumite-Grundlagen vermittelt hat. Weiterhin gab es viele Anreize für das Training im eigenen Dojo. Verletzt hat sich keiner, im Gegenteil: Alle hatten viel Spaß!
