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Unser Motto: Vom Wölfchen zum Wolf

 

Wozu brauchen wir ein Jugendkonzept ?

Ø  Alles, was ohne Konzept ist, ist planlos und zufällig. Es ist nicht möglich, konkrete Ziele zu definieren und zu verfolgen.

Ø  Trainern, Betreuern und allen Funktionären wird eine Art Wegweiser in die Hand gelegt.

Ø  Jugendfußball sorgt für eine positive Außendarstellung und Transparenz, so dass auch Eltern, Gönner und Sponsoren die Zusammenhänge in der Abteilung Jugendfußball verstehen und nachvollziehen können.

Ø  Das Jugendkonzept bildet die Grundlage für die erfolgreiche Weiterentwicklung in unserem Verein, steht für sportlichen Erfolg, garantiert möglichst reibungslose Übergänge zwischen den Altersklassen und hilft uns, das Leistungsniveau der einzelnen Jugendmannschaften anzuheben.

Die Potenziale eines Sportvereins hängen sehr von Vereinsstruktur und Umfeld ab. Die Rahmenbedingungen sind beim TSV 03 Wolfskehlen mit einer hervorragenden Anlage, einem Kunstrasenplatz sowie zweier Rasenplätze und einem Bolzplatz optimal.

 

Die primären Ziele der Jugendarbeit des TSV 03 Wolfskehlen sind:

Ø  Hochwertige Ausbildung von Jugendspielern mit der Befähigung, als Seniorenspieler in einer möglichst hohen Spielklasse spielen zu können.

Ø  Kindern Freude am Sport zu vermitteln, unabhängig vom Leistungsvermögen, und Kinder zu sozialem, fairem und wettbewerbsorientiertem Verhalten anzuleiten.

Ø  Identifikation mit dem TSV 03 Wolfskehlen. Unsere Vereinsfarben sind rot-schwarz und grundsätzlich bei der Trikotauswahl oder der Anschaffung von Trainingsanzügen, Regenjacken, Aufwärmhemden oder dergleichen zu berücksichtigen.

Aus diesen Hauptzielen leiten sich weitere Ziele ab:

Ø  Individuelle, qualitativ hochwertige Ausbildung von Jugendspielern. Dabei hat die Entwicklung der Einzelspieler und der Mannschaft Vorrang vor dem Gewinn von Meisterschaften.

Ø  Jugendspieler sind an die eigenen Seniorenmannschaften heranzuführen, mit dem Ziel, diese aus möglichst vielen eigenen Nachwuchsspielern zu bilden.

Ø  Schaffung von Spiel- und Entwicklungsmöglichkeiten auch für weniger talentierte Kinder. Allen Kindern soll die Möglichkeit geboten werden, an einem hochwertigen Training teilzunehmen und ausreichende Spielzeiten in der Spielrunde zu erhalten.

 

Trainer: Aus-und Weiterbildung

Zur Umsetzung der Ziele des Jugendkonzepts ist fachlich gut ausgebildetes Trainerpersonal erforderlich. Als Weiterbildungsmaßnahmen sind die Trainerlizenzausbildung des DFB/HFV und die internen Ausbildungsmaßnahmen des Vereins anzustreben. Ein regelmäßiger Austausch der Jugendtrainer untereinander ist sinnvoll.

 

Starke Trainer

Ziel des Vereins ist die Ausbildung unseres Nachwuchses zu fußballerisch, aber auch charakterlich starken Persönlichkeiten. Das erfordert auch starke Charaktere als Trainer. Der soziale wie sportliche Umgang mit den Kindern kann gelernt werden, falls sich Interessierte für eine Traineraufgabe nicht geeignet halten. Genauso wie der Trainer die Kinder ausbilden soll, muss er zu einer permanenten Weiterentwicklung seiner eigenen sportlichen und didaktischen Fähigkeiten bereit sein. Diese Herausforderungen bringen letztendlich auch dem Trainer Erfolgserlebnisse, vermitteln aber auch Fähigkeiten, die er ohne Beteiligung an der aktiven Jugendarbeit nicht erfahren hätte.

 

Eltern als Trainer

Ausgebildete, lizenzierte Trainer, am besten ohne familiäre Beziehung zu den Spielern, sind der Wunsch eines jeden Fußballvereins. Das lässt sich alleine aus finanziellen Gründen bei kaum einem Amateurverein umsetzen. Deshalb gehören Eltern zum festen Bestandteil des Jugendkonzepts des TSV 03 Wolfskehlen. Als Trainer kommen dabei sowohl Eltern in Frage, die eine fußballerische Vergangenheit nachweisen können, als auch Seiteneinsteiger, die Interesse an der Ausbildung von Kindern und Jugendlichen und am Fußballsport haben.

Die beiden klassischen Wege der Akquisition sind:

1.    Das eigenständige Anbieten durch Personen, die ein Traineramt übernehmen wollen.

2.    Durch begeisternde Jugendarbeit Interesse bei Eltern wecken, die dann durch gezielte Ansprache bereit sind, eine Juniorenmannschaft – möglichst mit dem eigenen Kind – zu übernehmen.

Ziel der Trainerakquisition ist es, bei den jüngsten Jahrgängen in der sogenannten „Ball- und Koordinationsschule“ durch qualifiziertes externes Trainerpersonal eine zahlenmäßig starke Gruppe aufzubauen, um anschließend aus deren Umfeld interessierte Eltern als Trainer zu gewinnen.

 

Verhältnis Trainer/ Co-Trainer

Effektiv wird das Jugendtraining innerhalb einer Mannschaft, wenn in möglichst kleinen Gruppen geübt werden kann. Dies erfordert in der Regel eine entsprechende Anzahl von Übungsleitern, da nicht immer davon auszugehen ist, dass die Übungen selbständig und richtig durchgeführt werden und die Fehlerkorrektur zu einer der wichtigsten Traineraufgaben gehört.

Leiten zwei oder mehr Trainer eine Übungsgruppe, kann es durch unterschiedliche Trainingsauffassungen, dominante Persönlichkeiten oder sehr unterschiedliche Charaktere sehr schnell zu Konflikten kommen. Deshalb sollte bei der Saisonplanung generell eine Absprache zwischen den Trainern getroffen werden, wer die Führungsrolle übernimmt und wer als Co-Trainer agiert. Dies muss nicht bedeuten, dass der Co-Trainer zum „Kofferträger“ verkommt. Dennoch sind immer wieder Entscheidungen zu treffen, bei denen die Übernahme der Verantwortung durch eine Person vonnöten ist. Eine frühzeitige Absprache zwischen den Trainern vor der Spielrunde hilft Konflikte zu reduzieren. Ein harmonisches Trainerteam hat es einfacher, auftretende Probleme mit Spielern oder Eltern zu bewältigen.

Wichtig bei der Absprache ist, dass der Co-Trainer seine Rolle akzeptiert und der Trainer seine Position nicht einseitig ausnutzt. Sind diese Voraussetzungen gegeben, wird man gemeinsam eine tolle Spielrunde erleben, gemäß dem Sprichwort „geteilte Freud’ ist doppelte Freud’ und geteiltes Leid ist halbes Leid“.

 

Umsetzung von Trainingsplänen

Fest gestaltete Trainingspläne machen bei einem Amateurverein wie dem TSV 03 Wolfskehlen keinen Sinn. Der erforderliche organisatorische Aufwand sowie die dazu notwendige Ausbildung des Trainerpersonals sind im Ehrenamt nicht leistbar. Aus diesem Grund wird es lediglich einen Rahmentrainingsplan geben, der vom DFB empfohlen wird. Es obliegt der Ausbildung und Erfahrung jedes Trainers, die Trainingseinheiten in Anlehnung an den Rahmentrainingsplan frei zu gestalten. Dies ist auch deshalb erforderlich, weil die Rahmenbedingungen wie Platzverfügbarkeit, Witterungsverhältnisse oder Trainingsbeteiligung nicht planbar sind.

 

Tpps für Trainer

Ø  Der Trainer beginnt und beendet das Training mit allen Kindern zusammen. Sie lernen so den Beginn des eigentlichen Trainings erkennen und die Konzentration richtet sich auf die Trainer.

Ø  Bloßstellung von Kindern in Spiel und Training wegen schlechter Leistung ist der schlimmste Fehler eines Trainers.

Ø  Nicht zu viel erklären. Das Konzentrationsvermögen besonders der jüngeren Kinder ist noch begrenzt.

Ø  Nicht zu früh in den Lernprozess eingreifen. Selbständiges Lösen von Aufgaben erhöht das Selbstbewusstsein.

Ø  Einfache, anschauliche und verständliche Sätze bilden. Kinder verstehen noch keine langen, komplizierten Wörter und Sätze.

Ø  Auf Aufrichtigkeit und Eindeutigkeit der Äußerungen achten. Ironie können die Kinder oft nicht erkennen.

Ø  Leistungsgerecht trainieren. Über- und Unterforderung von Spielern soll vermieden werden. Sie führen zu Langeweile und Frust.

Ø  Nie mit Lob sparen. Lob tut allen gut und stärkt das Selbstbewusstsein.

Ø  Ein Jugendtrainer muss ein Herz für Kinder haben.

 

Einteilung der Spieler

Die Einteilung erfolgt primär nach Jahrgängen, um Freundschaften und Gemeinschaften aus Kindergarten oder Schule nicht zu behindern. (Ausnahmeregelungen sind nach Absprache möglich).

Die Einteilung in jüngeren und älteren Jahrgang entfällt ab den D-Junioren, da ab diesem Zeitpunkt die Möglichkeit besteht, leistungsorientiert zu spielen.

Von den D- bis zu den A-Junioren werden die stärksten Spieler der entsprechenden Jahrgänge zusammengefasst. (Ausnahmen – z. B. bereits ab E-Junioren – sind in gegenseitiger Abstimmung möglich).

Ab den A-Junioren werden die Spieler an die Senioren-Mannschaften herangeführt und im zweiten Halbjahr sukzessive in den Trainingsalltag der Aktiven integriert, um den Übergang von den Junioren zu den Senioren zu vereinfachen und die Eingliederung in den Seniorenbereich zu verbessern.

Wichtig: Alle Kinder und Jugendliche sollen am Spielbetrieb teilnehmen.

 

Eltern im Jugendkonzept

Eltern können für den Verein eine enorme Hilfe und Entlastung darstellen. Nicht selten hat sich über die Jugendarbeit ein kompetentes Elternteil für Vorstandsarbeit, Sponsoring, Eventmanagement oder ähnliche Aufgaben gefunden oder einfach nur durch Beziehungen zu Dritten geholfen. Deshalb ist in der Jugendarbeit ein besonderes Augenmerk auf die Eltern zu legen.

 

Was erwarten wir von unseren Nachwuchsspielern ?

Wir möchten Spieler, die eine positive Einstellung zum Fußballspielen und zum Sporttreiben allgemein haben. Wir möchten Spieler, für die Teamgeist kein Fremdwort, sondern eine Selbstverständlichkeit ist. Ebenso wie ein freundliches Auftreten auf und außerhalb des Spielfeldes.

Wir möchten Spieler, die an den Veranstaltungen ihrer Mannschaft und der Jugendabteilung teilnehmen. Zur Förderung des Team-Geistes ist es außerdem sehr wichtig, an den Fahrten und Ausflügen der Mannschaft teilzunehmen. Sollte es finanzielle Gründe geben, die den Jugendlichen an der Teilnahme hindern, so bitten wir die Eltern, sich direkt an den Jugendleiter zu wenden. Es wird immer eine Möglichkeit geben, die Teilnahme doch zu ermöglichen.

Verhaltensregeln wie Pünktlichkeit, Sauberkeit und Fairness müssen bereits bei den jüngsten Kickern eingeübt werden.

 

Frühentwickler-Spätentwickler

In allen Jahrgangsstufen sind die Kinder mit viel Geduld und Nachsicht zu fördern. Besonders in den unteren Jahrgangsstufen, also den fußballerischen Anfängern, erfordert dies unter Umständen eine besondere Anstrengung. Zu früher Leistungsdruck und zu frühes Hinarbeiten auf ergebnisorientiertes Spiel sind auf keinen Fall anzustreben. Ob in Mannschaften mit hohem Leistungsgefälle oder in Mannschaften mit ausgeglichenem Spielerkader, es sind auch immer die von der „Norm“ abweichenden Kinder gemäß ihrer Bedürfnisse zu fordern und zu fördern. Spätentwicklern darf unter keinen Umständen der Spaß am Fußballsport genommen werden.

 

Disziplin

Dass Spieler, egal welcher Altersstufe, nicht immer brav den Anweisungen des Trainers folgen, ist kein Problem der heutigen Zeit, dieses Problem gab es schon immer. Dennoch ist heute ein gesteigertes Selbstbewusstsein der Kinder und Jugendlichen feststellbar, so dass genauso selbstbewusste oder auch „starke“ Trainer erforderlich sind. Trotzverhalten, Aggressivität, „den Kasper spielen“ oder das Benutzen von „Kraftausdrücken“ ist oft nicht böse gemeint und gehört, entwicklungsbedingt, bei den Kindern zum Ausloten ihrer Grenzen oder um Aufmerksamkeit zu gewinnen. Dem ist nur mit viel Geduld aber auch beherztem Einschreiten beizukommen. Kinder müssen lernen, wann bestimmte Grenzen im Training überschritten sind.

Dazu gibt es verschiedene Erziehungsinstrumente. Zuerst folgt das Gespräch mit dem Kind, um auf das Fehlverhalten aufmerksam zu machen. Die nächste Stufe ist der temporäre Ausschluss von Training und Spiel. Als letzte Stufe sollte das Elterngespräch gesucht werden. Grundsätzlich darf sich der Trainer in keiner Situation aus der Ruhe bringen lassen. Außerdem müssen angedrohte Maßnahmen spätestens nach einer Verwarnung vollzogen werden. Bleiben die Drohungen ohne Folgen, werden die Kinder ihre Grenzen nicht kennen lernen und das Training weiterhin stören.

 

Die Umsetzung

Unser vorliegendes Jugendkonzept ist zunächst lediglich ein geschriebenes Papier. Vieles konnte darin behandelt werden, dennoch wird es auch noch viele Punkte geben, die einer späteren Einarbeitung bedürfen. Seine Umsetzung erfordert Menschen, die sich mit dem Inhalt identifizieren aber auch kritisch auseinandersetzen. Sollten Ideen des Konzepts nicht schlüssig sein, gilt es diese zu diskutieren und richtig zu stellen. Danach steht aber die konsequente Umsetzung in der praktischen Jugendarbeit. Nur ein Jugendkonzept, da auch gelebt wird, hat einen Wert. Dabei steht Geduld an vorderster Stelle. Wer sich darüber im Klaren ist, dass die Früchte aktiver Jugendarbeit teilweise erst Jahre später zu ernten sind, wird wenig Mühe mit systematischer Jugendarbeit haben. Dennoch sind es immer wieder die kleinen Dinge im Trainings- und Spielbetrieb mit Kindern und Jugendlichen, die auch kurzfristig großen Spaß bereiten.

 

 

 

 

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